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2016 | Dessau

Mehr?!

Neurotische Möbel als Hilfe zur Selbsterkenntnis

Der Mensch besitzt, er gebraucht und vor allem verbraucht. Wo liegen die Grenzen in einer Welt, die von menschengemachten Dingen überhäuft ist?

Diese Grenzen liegen zu allererst in den eigenen vier Wänden. Ein Zweck vieler Möbel ist die Lagerung von Gegenständen. Fragile Konstruktionen und unzureichende Materialverwendung sind dabei keine Neuigkeit, jedoch unbeabsichtigte Erscheinungen.

Die hier entworfene Konzeptreihe schwächelt vorsätzlich. Alle in der Thesis vorgestellten Prinzipien wirken der Konsumlust entgegen. Sie verdeutlichen die dingliche Überbelastung des Alltags, welche wir eigentlich längst bereits in uns selbst spüren sollten.

Die Kleiderschranke

Dieses Möbel hilft ungefragt bei der Zusammensetzung der eigenen Garderobe. Mit jedem neu hinzukommenden Kleidungsstück steigt die Wahrscheinlichkeit, des Fallenlassens aller Textilien.

Liegt erst einmal alles zu Boden, ist es an der Zeit sich zu fragen, welche Stücke es wert sind, aufgehangen zu werden.

Der Mechanismus funktioniert über magnetische Berührungspunkte, welche elektronisch unterstützt auch eine Feinjustierung zulassen, um den gewünschten Effekt genauer beeinflussen zu können.

Der Gelenker

Auch hier spielt das Gewicht des eigenen Besitzes eine Rolle. Die Kommode geht dabei etwas verzeihender und weniger rigoros als die Kleiderschranke vor.

Mit zunehmender Belastung hängt der Schrank nach und nach weiter nach unten durch und verbildlicht damit die zunehmende Mühe, seinen Dienst zu verrichten. Dabei kommt sinnbildlich das Innere des Schrankes zum Vorschein.

Falls dies nicht ausreicht, entledigt sich der Schrank einer seiner Füße, um seinem Problem etwas mehr Ausdruck zu verleihen.

Der Wendehals

Ein dreibeiniger Beistelltisch, dessen Schublade auf einem flexiblen Kugelgelenk ruht. So stabil die Basis auch ist, so unbeständig verhält sich der obere Teil dieses Möbelkonzepts.

Jede Art der Beladung – egal ob oben aufliegend oder innerhalb der Schublade – sorgt für die beabsichtigte Instabilität.

Die Front des Schubkastens ist an das Prinzip eines Briefkastens angelehnt, um den Inhalt bei ausreichender Bewegung selbstständig wieder frei geben zu können.

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