ß

Unzählige Male wurde ich gefragt, wie mein Nachname geschrieben wird. Es ist zu einer kleinen Spielerei für mich geworden, wie die Außenwelt ihn wohl diesmal verunstalten wird. So sehr, dass es eine Art Markenzeichen für meinen Nachnamen und damit auch für mich geworden ist.

Das "ß" hat seine Wurzeln im Mittelalter. Damals wurde das lange s (ſ) verwendet, um das "s" in bestimmten Positionen zu repräsentieren. Um die Doppelung des Buchstabens zu kennzeichnen, begannen Schreiber, das lange s mit einem kleinen s darüber zu versehen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus die Ligatur "ſs", die schließlich zu unserem heutigen "ß" wurde.

Ursprünglich war das "ß" in vielen deutschsprachigen Ländern weit verbreitet. Doch im Laufe der Geschichte gab es Veränderungen in der Rechtschreibung, und einige Länder begannen, das "ß" durch "ss" zu ersetzen. Zum Beispiel schaffte die Schweiz das "ß" im Jahr 1934 aus dem offiziellen Alphabet ab. Auch in Liechtenstein und in einigen Regionen Österreichs wurde das "ß" durch "ss" ersetzt.

In Deutschland blieb das "ß" jedoch bis heute erhalten, obwohl es in den letzten Jahrzehnten einige Diskussionen über seine Verwendung gab. Im Jahr 1996 wurde die neue deutsche Rechtschreibreform eingeführt, die unter anderem vorschrieb, dass das "ß" nach langen Vokalen und Diphthongen stehen sollte. Dies führte zu einer gewissen Verwirrung und Unsicherheit bei der Rechtschreibung.

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